Andere über uns

Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des BWE, Vizepräsidentin des BEE

Sylvia Pilarsky-Grosch:

Die Energieblogger begleiten die Energiewendediskussion. Angesichts der Anzeigen und Medienübermacht derer, die die Energiewende eigentlich nicht wollen, ist eine unabhängige Berichterstattung wichtiger denn je.

Wenn die Zweifler nun die Überhand in der Diskussion bekommen, werden wir die Chancen der Energiewende verspielen. Das können wir nicht zulassen. Die Windenergie ist das Rückgrat der Energiewende. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass der Ausbau sinnvoll erfolgt. Das heißt dezentral und dann jeweils an windreichen Plätzen mit der effizientesten Technik. Hemmnisse müssen abgebaut und nicht neu hinzuerfunden werden.

Für alle Erneuerbaren Energien gilt, dass sie sich einem sogenannten Markt nur stellen können, wenn die externen Kosten aller Energien in den jeweiligen Kilowattstundenpreis eingepreist werden. Wenn z.B. ein Landschaftsbildeingriff durch Windenergieanlagen, der über 20 Jahre wirkt, mit den Ewigkeitslasten der Kohleindustrie verglichen wird, gewinnen immer wir. Die Energieblogger versorgen uns mit guten selbstbewussten Argumenten. Und selbstbewusst können wir auftreten. | 15.08.2013

 

 

Matthias Willenbacher, dipl. Physiker, Gründer juwi AG

Matthias Willenbacher:

Ein direkter Umstieg ist nachhaltiger und günstiger
Die Energiewende droht zu scheitern. Dauersubventionen wie z.B. CO2 Zertifikate zum Spottpreis für Kohlekraftwerke bleiben erhalten, neue Subventionen für die angebliche so sauberen Atomkraftwerke sollen von der EU beschlossen werden. Auf der anderen Seite soll die Energiewende in Deutschland laut unserem Industrieminister Altmaier 1.000 Milliarden € kosten und daher eingebremst werden. Wir stehen deshalb aktuell vor einer der wichtigsten Richtungsentscheidungen der Menschheitsgeschichte:

Wollen wir weiter den Weg mit den dreckigen und unflexiblen Großkraftwerken und einem monopolistischen und teuren System gehen? Oder den der dezentralen, bürgernahen Energiewende. Letzteres ist natürlich ein radikaler Schritt. Beides parallel aber geht nicht. Das ist genauso wie beim Autofahren: Links- und Rechtsverkehr gleichzeitig funktioniert nicht. Daher fordere ich den gänzlichen und sofortigen Umstieg auf 100 % erneuerbare Energie – ohne Umwege. Was wir dazu brauchen sind bürgerschaftlich organisierte und sinnvoll verortete Erneuerbare-Energie-Anlagen, weitreichende Energie-Effizienz-Maßnahmen und die Verbindung vom Strom-, Wärme- und Mobilitätsmarkt zu dem preiswertesten Energiesystem, das es je gab. Auf Dauer ohne Subventionen und Unabhängigkeit von Abzockerkonzernen und Schurkenstaaten.

Wichtig ist aber auch eine aufgeklärte und aktive Bevölkerung, die erkennt, welche Chance ihr mit der Bürgerenergiewende offen steht. Dafür braucht es Mittler, die unermüdlich davon berichten und die Menschen mitnehmen. Ich verspreche mir daher sehr viel von den Energiebloggern, die sich durch Fachkenntnis, Kreativität und Engagement auszeichnen. Ihre Blogs gehören zu meiner regelmäßigen Leseliste. Daher wünsche ich den Energiebloggern viel Erfolg bei ihrer Arbeit – auf dass jeder Blogger ein Energieblogger werde!!! | 23.07.2013

 

Josef Göppel MdB, Mitglied im Umweltausschuss; Mitglied BEE u.a.

Josef Göppel, MdB:

Dezentral und gemeinschaftlich geht’s am besten – In den letzten Jahren haben sich bundesweit über 100.000 Bürger in rund 650 Energiegenossenschaften zusammengeschlossen.
Diese stets wachsende Gruppe erhebt zunehmend ihre Stimme im Ringen mit den alten zentralen Strukturen. Das ist gut, denn die dezentrale Erzeugung sorgt für mehr Gerechtigkeit, Sicherheit und Eigenverantwortung bei der Stromerzeugung, sie erhöht die Akzeptanz und sie sorgt für regionale Wertschöpfung. Das unterstütze ich ausdrücklich.

Deshalb habe ich im November 2012 ein erstes Bundestreffen der Bürgerenergieprojekte in Berlin mit angestoßen. Ich wünsche der Bewegung weiterhin viel Erfolg und guten Mut! | 15.07.2013

 

 

Ulrich Kelber MdB, Mitglied im Umweltausschuss; Mitglied Greenpeace, BUND u.a.

Ulrich Kelber, MdB:

Die Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist notwendig und teilweise gut gestartet. Die letzten vier Jahre waren allerdings eine energiepolitische Katastrophe. Damit meine ich nicht nur Ausstieg aus dem Ausstieg und den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg der Atomenergie mit all seinen fatalen Folgen was Fehlinvestitionen, Investitions- und Sanierungsstopp angeht, sondern vor allem die permanente Selbstblockade der schwarzgelben Bundesregierung in der Energiepolitik.

Nicht, dass es diese Selbstblockade nicht auch in anderen Politikfeldern gegeben hätte, aber in der Energiepolitik war es besonders fatal, weil hier der größte Umbau- und Innovationsstau seit der Agenda 2010 zu bearbeiten ist. Statt hier Ziele zu definieren und diese tatkräftig anzugehen, wurde geblockt, gestoppt und rückwärtsgerudert. Emissionshandel – egal, Energieeffizienz – brauchen wir nicht, Netzausbau – demnächst mal, Gebäudesanierung – Eigenheime reichen, Energiekosten – die Erneuerbaren sind schuld, und schließlich, wer soll das alles bezahlen – die Verbraucherinnen und Verbraucher. Ich bin weit davon entfernt, zu behaupten, dass es für diese komplexen Probleme einfache Antworten gibt, aber jahrelanges Nichtstun und Blockieren ist ganz sicher das falsche Weg.

Energiepolitik ist so komplex und wird von so vielen Akteuren bestritten, dass es nicht nur gut sondern notwendig ist, sie auch aus möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten. Die Energieblogger wollen das versuchen und man fragt, warum ist da nicht schon längst jemand drauf gekommen? Sei’s drum, jetzt sind sie da und ich wünsche dem Projekt viel Erfolg, viele kritische und engagierte MitschreiberInnen und LeserInnen und weiter viel Neugier für dieses spannende Politikfeld. | 02.07.2013

 

RA Dr. Fabio Longo Vorstandsmitglied EUROSOLAR e.V.

RA Dr. Fabio Longo:

Die Energiewende ist ein Projekt selbstbestimmter Gemeinschaften. Familien, Energiegenossenschaften und Kommunen haben genauso wie Handwerker und mittelständische Unternehmer das Heft des Handelns für eine neue örtliche Energieversorgung in die Hand genommen. Sie leben Energieautonomie. Dass die Energiebürger dabei seit Jahren erfolgreich sind, hat verschiedene Gründe.

Ohne das von EUROSOLAR geforderte und von den Abgeordneten Hermann Scheer und Hans-Josef Fell durchgesetzte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wären selbstbestimmte Investitionen – unabhängig von den großen Energiekonzernen – nur schleppend vorangekommen. Genauso wichtig sind frei zugängliche Informationen und öffentlicher Diskurs über Ideen und konkrete Projekte.

Nur dadurch können Vorreiter ein Beispiel geben und andere zur Vervielfältigung anregen. Zu beobachten ist dabei immer wieder, dass traditionelle Medien die Bedeutung der Energieautonomie unterschätzen, deren Erfolge kleinschreiben oder schlicht umdeuten. Die großen wirtschaftlichen und sozialen Chancen einer Energieversorgung aus heimischen Erneuerbaren Energien werden oft genug ins Gegenteil verkehrt, obwohl jedes Kind weiß, dass eine der größten wirtschaftlichen Schwächen des Landes in der Abhängigkeit von fossilen Energierohstoffen besteht.

Da ich auch über Twitter mit einigen Energiebloggern im Gespräch bin, habe ich erfahren, wie wichtig Sie dafür sind, dass sich Informationen bis hin zu den Graswurzeln verbreiten und sich die „Wurzeln“ miteinander vernetzen können. Nur mit den Energiebloggern hat die Energiewende eine Chance, die jeden Tag neu erstritten werden muss. Ich wünsche Ihnen deshalb viel Leben und Erfolg auf und mit Ihrer neuen Plattform im Internet. | www.eurosolar.de | 16.06.2013

 

Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Quaschning HTW Berlin ©V. Quaschning

Prof. Volker Quaschning:

Die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre hat mit 400 ppm dieses Jahr einen neuen katastrophalen Höchstwert erreicht. Auch in Deutschland steigen seit 2012 die Kohlendioxidemissionen wieder an. Die deutsche und internationale Politik scheinen nicht einmal ansatzweise in der Lage zu sein, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Lebensgrundlagen künftiger Generationen zu erhalten.

Daher können wir die Energiewende nicht mehr länger nur den Politikern und Energiekonzernen überlassen. Wir brauchen nicht viel weniger als eine demokratische Energierevolution. Immer mehr Bürger unterstützen diese Bewegung, realisieren selbst Projekte und werden somit Teil der Energierevolution. Unabhängige Informationen und eine kritische Berichterstattung sind nötig, um noch mehr Dynamik zu erzeugen.

Die Energieblogger haben somit eine immens wichtige Bedeutung für die Energierevolution und die Zukunft unserer Kinder. | www.volker-quaschning.de | 13.05.2013

 

Hans-Josel Fell MdB, energiepol. Sprecher Bündnis90 Die Grünen

Hans-Josel Fell, MdB:

Die Energieblogger begleiten die Energiewende mit fachlicher und journalistischer Expertise, entgegen des mainstreams der deutschen Medienlandschaft. Ziel muss sein, die Argumente der alten Energiewirtschaft zu entlarven und die Debatte um Kosten und Nutzen ehrlich zu machen.

Bei einem erneuerbaren Anteil von knapp 25 Prozent, tausenden Solaranlagen auf den Dächern Deutschlands und immer mehr Energiegenossenschaften, werden die Mächtigen der fossilen und atomaren Energiewirtschaft zu recht nervös. Auch deshalb schüren sie die Ängste um Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit – viele Medien machen da gerne mit.

Umso wichtiger ist es, dieser Marktmacht etwas entgegen zusetzen und aufzuklären. Darüber, dass das Beibehalten des fossil – atomaren Systems viel teurer wird, als es die Energiewende je sein kann; dass die schwarz-gelbe Bundesregierung mit Industrieausnahmen und groben Fehlern die Energiewende teurer macht, als sie eigentlich sein müsste; dass die konventionellen Energien immer teurer werden, wie man den steigenden Heizöl- und Erdgaspreisen schnell sieht. Und vor allem, dass der Umbau unserer Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien unverzichtbar ist, wenn wir die rasant zunehmenden Schäden der Klimaveränderung sehen und wirksamen Klimaschutz betreiben wollen. | www.hans-josef-fell.de | 06.05.2013

 

Prof. Claudia Kemfert ©Oliver Eltinger

Prof. Dr. Claudia Kemfert:

In den 1970er Jahren formierten sich die ersten Energiewende-Gruppen deutschlandweit. Die Großkonzerne sagten damals, es gebe keine Alternative zu Großkraftwerken. Die Bürger kamen zusammen, um zu diskutieren, ob es doch andere Wege geben könnte.

Fast vier Jahrzehnte später ist die Energiewende im vollen Gang. Im vollen Gang? Oder wird sie ausgebremst und gleichzeitig gekapert von den Interessensgruppen, die ihr einst Einhalt gebieten wollten?

Die Energie-Blogger sind eine Gruppe freier Journalisten, die die alte Debatte weiterführen. So wie Deutschland nun rund 23% seines Stroms zum großen Teil aus vielen verteilten erneuerbaren Anlagen bekommt, wollen sie die heutige, virtuelle Energiewende-Gruppe sein: dezentral, autark, und selbstbestimmt.

Gelingt eine Wende hin zu Energie in Bürgerhand? Was muss dafür getan werden? Die Energie-Blogger bringen die Diskussion dorthin zurück, wo sie in den 1970ern begonnen hat: Sie wollen mit Ihnen ihre Energie selbst machen und selbst entscheiden, was in unserer Umgebung passiert!

Als Wissenschaftlerin finde ich es wichtig, dass es unabhängige Informationen von außerhalb des klassischen Mediensystems gibt. Die Energieblogger haben es mittlerweile geschafft eine wahrnehmbare Stimme für den Umbau unseres Energiesystems zu werden. Ich unterstütze diese Gruppe, weil wir für die Kommunikation dieser Themen viele Stimmen brauchen. | www.claudiakemfert.de| 01.05.2013

©2017 Energieblogger e.V.  |  100% Erneuerbare Energien

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